UX/UI-Design
Lohmann & Rauscher
Rolle
Senior UX/UI-Designer
Zeitraum
seit 05|2022, laufend
Branche
Medizin- & Gesundheitsprodukte, international
Über die B2B-Plattform von Lohmann & Rauscher laufen rund 200 Mio. € Umsatz pro Jahr – etwa ein Viertel des Gruppenumsatzes von ca. 800 Mio. €. Sie ist kein Marketing-Kanal, sondern zentrale Vertriebsinfrastruktur. Seit 2022 verantworte ich UX und UI dieser Plattform und entwickle sie fortlaufend weiter – in Abstimmung mit dem internationalen Marketing- und Designteam.
Produkte & Dienstleistungen im Sortiment
Jahresumsatz über die Plattform
Mitarbeitende weltweit
Produktionsstandorte in 13 Ländern
Partner weltweit
Länder mit aktivem Shop-Betrieb
Ausgangslage
Ein über Jahre gewachsenes B2B-Portal mit rund 60.000 Positionen war seiner Rolle als zentraler Vertriebskanal nicht mehr gewachsen. Ein relevanter Teil der Bestellungen lief noch analog über Fax.
Eine brauchbare mobile Nutzung existierte nicht, obwohl Partner und Außendienst zunehmend auf Tablet und Smartphone arbeiteten. Die Navigation durch ein Sortiment dieser Größe war mühsam, und der Markenauftritt war über die verschiedenen Ländermärkte hinweg uneinheitlich. Der Standard-Checkout des OXID-Systems bildete die spezifischen Anforderungen des B2B-Geschäfts nur unzureichend ab.
Vorgehen & Entscheidungen
Statt eines reinen optischen Rebrushs habe ich die Plattform als Produkt gedacht, das über Jahre und über Ländergrenzen hinweg tragfähig sein muss.
Den Kern bildete ein neues, responsiv gedachtes Informations- und Navigationskonzept für ein Sortiment von 60.000 Positionen – mit dem Fokus auf Filterung und Exploration, damit B2B-Kunden das für sie relevante Produkt schnell finden. Parallel habe ich eine eigene UI-Komponenten-Bibliothek aufgebaut: die Grundlage für einen konsistenten, wartbaren und international skalierbaren Auftritt statt einzelner Insellösungen.
Den Markenauftritt habe ich eng mit dem internationalen Marketing- und Designteam abgestimmt, einschließlich der Abstimmung mit dem Design Lead in den USA – so entstand ein einheitliches Erscheinungsbild über die aktiven Ländermärkte hinweg. Den Standard-Checkout von OXID habe ich verschlankt und auf die realen B2B-Abläufe zugeschnitten. Ergänzend wurde ein Konfigurator für komplexe medizinische Sonderanfertigungen (u. a. Kompressionsmaterialien) in das einheitliche Shop-Erlebnis integriert. Alle Konzepte wurden iterativ in Workshops mit dem Kunden und ausgewählten Nutzern verfeinert.
Wirkung
Vormals analoge Prozesse wurden digitalisiert: An die Stelle von Fax-Bestellungen trat ein durchgängiger digitaler B2B-Bestellprozess. Die Plattform ist heute auf Tablet und Smartphone nutzbar und tritt über die aktiven Ländermärkte hinweg mit einem einheitlichen, international abgestimmten Markenauftritt auf.
Der auf B2B-Bedürfnisse zugeschnittene Checkout und die neue Konfigurationsmöglichkeit für Sonderanfertigungen ersetzen manuelle Abwicklung durch Self-Service.
Die Plattform trägt heute rund 200 Mio. € Jahresumsatz und wird als strategisches Werkzeug konzernweit weiter ausgebaut, um Prozesse angeschlossener Geschäftsbereiche zu digitalisieren.
Rolle & Zusammenarbeit
Es handelt sich nicht um ein abgeschlossenes Projekt, sondern um eine seit 2022 fortlaufende Produktverantwortung.
Ich arbeite cross-funktional mit der Entwicklung, dem internationalen Marketing- und Designteam sowie dem Design Lead in den USA und stimme Konzepte direkt mit Kunden und Endnutzern ab.